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Die Apotheke als wichtige Partnerin

Wenn in Österreich das Gesundheitswesen diskutiert wird, dann geht es fast immer um die Themenschwerpunkte Ärzte und Pflege. Zu Recht. Dennoch wird häufig einer besonders wichtigen Berufsgruppe zu wenig Beachtung geschenkt. Apotheker sehen Patienten sehr oft als erster und letzter Ansprechpartner im Gesundheitswesen.



Unterstützung aus der Apotheke

Längst ist es in vielen europäischen Ländern üblich, bei Schnupfen, Husten oder Heiserkeit den Apotheker als ersten Ansprechpartner aufzusuchen. Gerade in diesen Fällen ist es oft nicht erforderlich, Spitalsambulanzen oder niedergelassene Ärzte zu besuchen. Apotheken sind ein niederschwelliger, leicht erreichbarer Zugang zum Gesundheitssystem und sind durch ihre vorgeschriebenen Öffnungszeiten und den organisierten Apotheken-Notdienst immer erreichbar.


ELGA und e-Medikation

In der Kombination der elektronischen Gesundheitsakte ELGA werden die Apotheker zum wichtigsten Ansprechpartner im Thema Arzneimittelsicherheit und Wechselwirkungen. Bis Ende 2019 werden schrittweise in allen Bundesländern Apotheken, Kassenordinationen und öffentliche Krankenhäuser bei entsprechender Berechtigung Zugriff auf die verordneten Medikamente haben. In der Apotheke entsteht dadurch der große Vorteil, dass künftig auch rezeptfreie und frei verkäufliche Präparate auf Wechselwirkungen mit ärztlich verordneten Medikamenten geprüft werden können. Dies bietet mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten und erlaubt dem Apotheker sein gesamtes pharmazeutisches Wissen beratend einzubringen. Die Datensicherheit wird dabei durch ELGA und das Stecken der e-Card zur Anzeige sämtlicher verordneter Arzneien gewährleistet.


Sichere Versandapotheken

Immer mehr Menschen nutzen heute bereits den Versandhandel im Internet. Im Bereich der Arzneimittel ist jedoch Vorsicht geboten. Zu oft haben bereits unseriöse Anbieter Fälschungen oder nicht korrekt dosierte oder falsch deklarierte Präparate verkauft. Um Patienten dennoch den Weg in die Apotheke zu ersparen, haben sich einige öffentliche Apotheken intensiv mit dem sicheren Versand von Arzneien auseinandergesetzt. Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen hat dazu eine Liste vertrauenswürdiger in Österreich registrierter Versandapotheken erstellt, abrufbar unter https://versandapotheken.basg.gv.at. 


Die Zukunft der Apotheken

Besonders in der Verbindung mit telemedizinischen Leistungen und telefonischer Gesundheitsberatung wie dem Gesundheitsreformprojekt 1450 des Gesundheitsministeriums, der Sozialversicherung und den Bundesländern Niederösterreich, Vorarlberg und Wien gewinnen die Apotheker und ihre Fähigkeit zur umfassenden pharmazeutischen Beratung zusätzlich an Bedeutung. Darüber hinaus könnten Apotheker, die sich zusätzlich qualifiziert und fortgebildet haben, auch noch weitere Aufgaben im Gesundheitswesen übernehmen. In der Schweiz wurde beispielsweise das Konzept der Impfapotheken erfolgreich gestartet. In der Gesundheitsprävention könnten so etwa der Impfschutz weiter ausgebaut werden.

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